Eisenmangel - Ursachen

Eine Dreidimensionale Animation des menschlichen Körpers und Skeletts

Wann kommt es zum Eisenmangel?

Ein krankhafter Eisenmangel kann entstehen, wenn wir längerfristig mehr Eisen verlieren als wir aufnehmen.

Die häufigsten Ursachen für einen Eisenmangel bei gesunden Menschen sind Blutverluste, zum Beispiel durch Operationen, Unfälle, Blutspenden, Geburt oder Menstruation.

Verlieren wir auf längere Zeit mehr Eisen, als normal, so steigert der Körper die Eisenaufnahme aus der Nahrung. Manchmal reicht dies aber nicht aus, dann werden die Reserven in den Eisenspeichern angebrochen. Wird kein oder zu wenig Eisen nachgeliefert, leeren sich diese Speicher und es kommt zu einem Eisenmangel, der sich in den folgenden Symptome äußern kann:

  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Konzentrationsmangel, Aufmerksamkeits- und  Gedächtnisstörungen
  • Blässe, eingerissene Mundwinkel, brüchige Haare und Nägel
  • verminderte Leistungs- und Lernfähigkeit, Kälteüberempfindlichkeit, Herzrasen, Luftnot
  • geschwächtes Immunsystem
  • Depressionsähnliche Symptome, Restless-Legs-Syndrom (= Syndrom der unruhigen Beine), Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS)
  • Blutarmut (Anämie)

Weitere Risikogruppen

Auch Vegetarier und Veganer oder Menschen, die sich nicht ausgewogen ernähren, sind mögliche Risikogruppen. Denn bei einer unausgewogenen, eisenarmen Ernährung besteht das Risiko, dass der Körper die täglich benötigten ca. 1-2mg Eisen nicht aus der Nahrung erhält. Auch dann muss er auf seine Eisenreserven zurückgreifen und leert diese zunehmend.

Leistungssportler, Kinder und Jugendliche im Wachstum, Schwangere und stillende Mütter sind ebenfalls gefährdet, denn sie haben einen erhöhten Eisenbedarf. Aber auch ältere Menschen leiden aufgrund von Störungen im Magen-Darm-Trakt oder eine allgemein verminderte Nahrungsaufnahme häufig unter einem Eisenmangel.

Es gibt jedoch noch viele weitere Ursachen für einen Eisenmangel. Hierzu zählen z.B. Krebserkrankungen oder bestimmte chronische Krankheiten, die einen Einfluss auf den Eisenhaushalt haben. Aber auch bei einem Magenbypass gilt es, auf die Eisenversorgung zu achten, da hierbei nicht nur der Magen sondern auch der vordere Teil des Dünndarms (der Zwölffingerdarm) betroffen ist, über den das Eisen hauptsächlich aufgenommen wird. Der Arzt sollte auch den Status der anderen Spurenelemente und Vitamine überprüfen, denn zum Beispiel Folsäure- oder Vitamin-B12-Mangel können in Kombination mit dem Eisenmangel auftreten. Es gibt sogar bakterielle Infektionen (z.B. Helicobacter pylori), die als Ursache in Frage kommen können. Daher ist eine genaue Untersuchung durch den Arzt vor Therapiebeginn eines Eisenmangels sehr wichtig, um mögliche Nebenerkrankungen auszuschließen bzw. zu erkennen und zu therapieren.


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