Restless-Legs-Syndrom

Visual: Restless Legs Syndrom

Patienten mit Restless-Legs-Syndrom können von Eisentherapie profitieren

Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) oder auch Syndrom der unruhigen Beine genannt ist eine neurologische Erkrankung mit unwiderstehlichem Bewegungsdrang, vor allem in den Beinen. Beim Restless-Legs-Syndrom kribbeln die Beine äußerst unangenehm, manche Patienten verspüren aber auch ein Ziehen, ein Wärmegefühl oder Schmerzen. Unterschieden werden zwei Formen des RLS: das primäre, idiopathische RLS, das oft familiär gehäuft auftritt, und das sekundäre, symptomatische RLS. Das sekundäre RLS kann z.B. ausgelöst werden durch Eisenmangel, Niereninsuffizienz - dort vor allem bei Dialyse-Patienten - durch Morbus Crohn oder auch in der Schwangerschaft, hier vor allem im letzten Trimenon.

Schlafmangel als häufiges Merkmal des RLS

Die Symptome treten meistens in den Ruhephasen zum Abend oder in der Nacht auf, was die Betroffenen oftmals daran hindert, ein- oder durchzuschlafen. Der Schlafmangel durch die Bewegungsunruhe kann bei RLS-Patienten so groß sein, dass es in der Folge zu einer chronischen Müdigkeit und Erschöpfung am Tage, verminderter Leistungsfähigkeit, einer Antriebslosigkeit und Konzentrations- sowie Gedächtnisstörungen, in schweren Fällen sogar zu depressiven Episoden kommen kann. Diese Symptome können durch einen möglichen Eisenmangel noch verstärkt werden.

Angeboren oder erworben?

Die Behandlung des Restless Legs Syndroms hängt unter anderem davon ab, ob das RLS angeboren oder erworben ist - zum Beispiel als Folge einer anderen Erkrankung. Ist das Restless Legs Syndrom angeboren, kann man es nicht heilen. Ein erworbenes RLS kann gut therapiert werden indem die Grundkrankheit erfolgreich behandelt wird. So verordnet der Arzt bei einem Eisenmangel die Substitution (zusätzliche Gabe) von Eisen durch entsprechende Verabreichungsformen.

Starke Medikamente können helfen

Medikamente, die die Wirkung des Nervenbotenstoffes Dopamin haben, können helfen. Das sogenannte L-Dopa in Kombination mit einigen anderen Wirkbestandteilen ist ein häufig eingesetztes Mittel. Sind die Beschwerden sehr stark, können auch starke Schmerzmittel wie Opioide oder Mittel, die gegen Epilepsie wirken, zum Einsatz kommen.

Schonende Therapien: Bewegung , Eisen & Co

Aber auch schonendere nicht-medikamentöse Maßnahmen können zur Unterstützung oder in sehr leichten Fällen zu einer Reduktion des Bewegungsdrangs sowie der Schmerzen führen. Eine Verbesserung der Schlafhygiene, Massagen oder leichter Sport können bei einzelnen Patienten Linderung bringen. Denkbar sind Dehngymnastik, Pilates oder Yoga. Doch das Problem beim Restless-Legs-Syndrom ist, dass die kribbelnden und schmerzenden Symptome in der Regel während der nächsten Ruhesituation wieder zurück kehren. Dass ein ausgeglichener Eisenhaushalt für die Funktion des Gehirns von wichtiger Bedeutung ist, belegt auch die Leitlinienempfehlung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Die empfiehlt aufgrund klinischer Erfahrung, dass Patienten mit RLS einen Ferritinwert von mindestens 50 ng/ml haben sollten. (Der Ferritinwert gibt Auskunft bezüglich der Eisenvorräte im menschlichen Körper.)

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