Darmerkrankungen – Dauerentzündung im Verdauungstrakt

Ein älterer Mann sitzt deprimiert am Tisch, eine Frau umarmt ihn und kümmert sich

Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa sind die häufigsten entzündlichen Darmerkrankungen.

Vielsagende Namen

Colitis Ulcerosa: Colon ist das griechische Wort für Dickdarm, itis die Silbe für Entzündung. Ulcerosa steht für lateinisch Ulcus, das Geschwür, wobei ulcerosa so viel bedeutet wie geschwürig. Es handelt sich also um eine chronische (dauerhafte) Entzündung im Dickdarm mit Geschwürbildung. Typisch für die Colitis ulcerosa ist auch, dass die Entzündungen in Schüben verlaufen, d.h. sich Zeiten mit starker Entzündung des Dickdarms abwechseln mit Zeiten, in denen von der Erkrankung wenig oder sogar gar nichts zu spüren ist.

Morbus Crohn: Morbus ist das lateinische Wort für Krankheit und Crohn steht für den amerikanischen Arzt Burrill Bernard Crohn, der diese Form der Darmentzündung zum ersten Mal beschrieben hat. Auch der Morbus Crohn verläuft chronisch-entzündlich und in Schüben. Im Gegensatz zur Colitis Ulcerosa kann jedoch der gesamte Verdauungstrakt betroffen sein - von der Mundhöhle bis zum After. Bei beiden Krankheitsbildern kommt es häufig zu Mangelerscheinungen wichtiger Vitalstoffe. Das liegt zum einen an den häufigen Blutungen im Magen-Darm-Trakt, zum anderen treten  zumindest beim Morbus Crohn die Entzündungen häufig im Endteil des Dünndarms auf. Dort aber holt sich der Körper viele der Nährstoffe, die er braucht. Zusätzlich kann der häufige Durchfall, der typisch für beide Erkrankungen ist, zu starken Eiweißverlusten führen.

Schwerwiegender Eisenverlust

Neben fehlenden Vitaminen und anderen Nährstoffen, wiegt der Eisenverlust besonders schwer. Bei Blutungen kommt es zum Verlust von Eisen, weil rote Blutkörperchen sehr viel Eisen enthalten. Die Blutverluste und der Eisenmangel wiederum führen zu einer Anämie (Blutarmut).

Therapie: Eisen per Infusion

Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen neigen intuitiv dazu, weniger zu essen und zumindest im Schub Fleisch zu vermeiden, um ihren Darm nicht zu belasten. Das verstärkt den Eisenmangel noch weiter, und so kann es zu einem hohen Defizit kommen. Über die Nahrung oder Eisentabletten würde es zu lange dauern, die Eisenspeicher aufzufüllen. Werden Eisentabletten über einen längeren Zeitraum eingenommen, können sie außerdem zu Magen-Darm-Problemen führen. Schonender für den Magen-Darm Trakt ist in solchen Fällen die intravenöse Zufuhr (über eine Vene) des Eisens per Infusion. Mehr Informationen darüber erhalten Sie unter Therapien im Vergleich.


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