Haarausfall und brüchige Nägel können Zeichen eines Eisenmangels sein

Visual: Brüchige Nägel und Haare

Haarausfall und brüchige Nägel sind ein verbreitetes Problem: Nahezu jeder zweite Mann und jede dritte Frau sind von Haarausfall betroffen. Unter brüchigen Nägeln leiden etwa 20 % der Bevölkerung, mehrheitlich Frauen. Ursachen sind oft Defizite an Nährstoffen wie Calcium, Zink oder Eisen oder auch hormonelle Einflüsse.
Brüchige Nägel und Haarausfall sind zwar nicht gefährlich, sie können aber für die Betroffenen sehr belastend sein und das Selbstwertgefühl erheblich beeinträchtigen.
Nachfolgend einige Informationen zu diesem Thema:

Haare und Nägel: Stiefkinder des Eisenmangels

Im Notfall, z.B. bei Kälte, zieht der Organismus Blut aus der Peripherie, also aus Armen und Beinen, im Körperzentrum zusammen, um dort die Funktion lebenswichtiger Organe zu erhalten. Ähnlich ist es beim Eisenmangel. Eine der wichtigsten Funktionen im menschlichen Körper ist die die Sauerstoffversorgung der Organe, da Sauerstoff als Brennstoff für die Energiegewinnung der Zellen notwendig ist. Bei einem Eisenmangel wird das vorhandene Eisen vorzugsweise zur Bildung der roten Blutkörperchen, der Sauerstofftransporter im Körper, verwendet. Haare und Nägel als Außenposten bleiben unter solchen Bedingungen nicht selten unterversorgt. Folgen einer dauerhaften Unterversorgung können Haarausfall und brüchige Nägel sein.

Haarbruch oder Haarausfall durch Eisenmangel

Jedes Kopfhaar sitzt in einem Haarfollikel. Er bildet die Wurzel, aus welcher das Haar wächst. Der reibungslose Ablauf dieses Vorgangs ist sehr auf Nährstoffe angewiesen und ist somit auch von einer ausreichenden Eisenzufuhr abhängig. Bei einem Eisenmangel fehlt ein wichtiger Bestandteil dieses Stoffwechsels. Das kann einerseits die innere Struktur des Haares, andererseits die Arbeit der Talgdrüsen, die das Haar von außen mit Fett geschmeidig halten, beeinträchtigen. Die Folge: Die Haare können spröde werden und leicht brechen. Nimmt der Eisenmangel größere Ausmaße an und bleibt unbehandelt, wird möglicherweise auch die Verankerung der Haare beeinträchtigt. Es kann dann sogar zu einem großflächigeren Haarausfall kommen. Wird der Mangel aber ausgeglichen kommt es auch wieder zu Wachstum.

Haarausfall kann auch hormonell bedingt sein. Bei manchen Menschen reagieren die Haarfollikel, in denen das Haar verankert ist, empfindlich auf männliche oder weibliche Hormone und fallen aus. Mediziner vermuten eine erbliche Veranlagung für den hormonell bedingten Haarausfall. In beiden Fällen ob Eisenmangel oder hormonbedingt hilft ein Besuch bei Ihrem Hausarzt bzw. Gynäkologen weiter, er kann über Ihr Blutbild Werte bestimmen und seine Schlüsse für eine eventuelle Behandlung ziehen, sofern notwendig.

Nagelform kann Eisenmangel anzeigen

Auch die Nägel sind von einer optimalen Nährstoffversorgung abhängig. Über die Kapillaren in der Nagelwurzel sorgt das Hämoglobin für die notwendige Sauerstoffversorgung und für die Entsorgung des Kohlendioxids. Der Zustand der Fingernägel kann Fachleuten deshalb Hinweise auf Mangelzustände oder Erkrankungen verschiedener Organe wie Lunge oder Leber liefern. Folgende Auffälligkeiten an den Nägeln können Zeichen eines Eisenmangels sein: Quer-Rillen, nach oben gewölbte Nägel (wie ein Uhrglas), in der Mitte eingesenkte und vorne nach oben gebogene Nägel (wie ein Löffel), blasse Farbe, brüchige und abblätternde Nägel.

Ferritin schafft Klarheit

Ihr Hausarzt kann durch Bestimmung des Ferritins (Maß für die Eisenspeicherung) im Blut unschwer feststellen, ob ein Eisenmangel vorliegt. Dies ist die Ausgangsbasis für eine eventuelle Eisenmangel-Therapie. Dafür gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten die Ihnen Ihr Hausarzt gerne erläutert. Hintergrundinformationen darüber erhalten Sie hier.


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