
Pro Tag verliert der Mensch ungefähr 1 mg Eisen. Normalerweise wird dieser Verlust über die Nahrung wieder ausgeglichen. Eisen ist unter anderem ein wichtiger Baustein des Myoglobins, das für den Sauerstofftransport im Muskel zuständig ist. Darüber hinaus benötigen unsere Zellen vor allem in der Muskulatur das Eisen für den Energiegewinn. Sind durch einen Eisenmangel zu wenig rote Blutkörperchen vorhanden, kann in den Muskeln weniger Sauerstoff gebunden werden. Dadurch kann schneller Milchsäure in der Muskulatur gebildet werden, was sich auf die Beweglichkeit und die Koordination auswirken kann. Es ist daher kein Wunder, dass ein chronischer Eisenmangel zu Abgeschlagenheit und Müdigkeit, zu einer beeinträchtigten körperlichen Leistungsfähigkeit und zu einer längeren Regenerationszeit nach großer körperlicher Beanspruchung führen kann.1)
Selbst Hobby-Sportler betreiben ihr Training vor allem im Ausdauersportbereich heutzutage oft so intensiv, wie es vor Jahren nur im Leistungssportbereich üblich war. Deshalb hat das Risiko bei Sportlern, einen Eisenmangel zu entwickeln, auch stark zugenommen.
Abhängig von der Sportart und vom Trainingsumfang kann der Eisenverlust bei (Leistungs-) Sportlern bei ca. 2 mg pro Tag liegen und ist damit mehr als doppelt so hoch wie normal. Vor allem heranwachsende jugendliche Sportler haben einen besonders hohen Eisenbedarf. Das gilt noch mehr für junge Sportlerinnen, die durch ihre Menstruationsblutung zusätzlich Eisen verlieren.
Folgende Faktoren erhöhen den Eisenverlust bei Sportlern:
Übrigens: Eine Eisenergänzung wirkt nicht leistungsfördernd. Bei einem Eisenmangel hilft aber eine Eisentherapie, die ursprüngliche körperliche und geistige Leistungsfähigkeit wieder zu erlangen. Eine Eisenergänzung bei (Leistungs-) Sportlern sollte aber immer nur nach ärztlicher Abklärung und z.B. bei Vorliegen von Essstörungen unter gleichzeitiger sportpsychologischer Betreuung vorgenommen werden. 2) 3) 4)