
Eine Eisensupplementation sollte nur auf Basis einer medizinischen Diagnose und unter ärztlicher Anleitung durchgeführt werden. Hier gelten in der Regel für Sportler und Nicht-Sportler die gleichen Grenzwerte.
Einen Eisenmangel oder eine Anämie stellt der Arzt durch eine Blutuntersuchung fest. In den meisten Arztpraxen wird die Eisenversorgung bisher ausschließlich über die Blutmenge (Hb-Wert) bestimmt. Der Hb-Wert gibt jedoch nur an, wie viele rote Blutkörperchen im Blut enthalten sind und gibt keine Auskunft über die Füllung der Speicher. Dieser beginnt erst zu sinken, wenn nicht mehr genügend rote Blutkörperchen gebildet werden können. Dann ist es aber zu spät, weil die Eisenspeicher bereits leer sind. Besser ist es, bei der Untersuchung auch gleich die Eisenspeicher zu bestimmen, um einem Eisenmangel rechtzeitig vorbeugen zu können. Durch den Serum-Ferritin-Wert kann der Arzt feststellen, ob die Eisenvorräte angebrochen oder verbraucht wurden. Dieser sollte auf jeden Fall über 30 µg/l liegen. Vorsicht ist aber geboten, wenn man eine Entzündung hat: Dann werden die Eisenspeicher zugesperrt. Und obwohl sie gut gefüllt sind, kann dann ein Eisenmangel entstehen. Der Arzt kann dies durch die Bestimmung des C-reaktiven Proteins (CRP) herausfinden. Ist dieser Wert größer als 3 mg/dl, liegt eine Infektion vor. Um ganz sicher zu gehen, sollte auch noch der Eisentransporter Transferrin untersucht werden.
Bitten Sie daher Ihren Arzt, immer diese vier Laborwerte zu bestimmen, wenn er Ihr Blut untersucht. Bitte besprechen Sie mit Ihrem Arzt auch, inwieweit in Ihrem Fall die Kosten für diese Untersuchungen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Denn die Routineuntersuchungen des Hb-Wertes reichen meistens nicht aus, um einen Eisenmangel festzustellen. Vor allem in Phasen unterschiedlicher Trainingsintensitäten ist es sinnvoll, zusätzlich den löslichen Transferrinrezeptor bestimmen zu lassen, da dieser nicht vom Ausmaß der körperlichen Belastung beeinflusst wird.
Liegt ein Eisenmangel vor, gibt es verschiedenen Möglichkeiten diesen zu therapieren. Bei einer milden Ausprägung ist meist die orale Einnahme von Eisentabletten ausreichend. Werden diese schlecht vertragen oder handelt es sich um einen ausgeprägten Eisenmangel kann eine intravenöse Eisentherapie durchgeführt werden. Sie empfiehlt sich vor allem dann, wenn sich der Mangel zu einer Blutarmut ausgeweitet hat.