Das Restless-Legs-Syndrom – oder auch Syndrom der unruhigen Beine genannt – ist eine Gefühlsstörung und ein unwiderstehlicher Bewegungsdrang, als Folge einer beeinträchtigten Störung spezialisierter Zellen des Gehirns. Die Symptome treten meistens in den Ruhephasen zum Abend oder in der Nacht auf, was die Betroffenen oftmals daran hindert, ein- oder gar durchzuschlafen. Der Schlafmangel durch die Bewegungsunruhe kann bei RLS-Patienten so groß sein, dass es in der Folge zu einer chronischen Müdigkeit und Erschöpfung am Tage, einer Antriebslosigkeit und Konzentrations- sowie Gedächtnisstörungen, in schweren Fällen sogar zu depressiven Episoden kommt. Diese Symptome werden dann durch einen möglichen Eisenmangel noch verstärkt.
Dass ein ausgeglichener Eisenhaushalt für die Funktion des Gehirns von wichtiger Bedeutung ist, belegt auch die Leitlinienempfehlung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, die nach klinischer Erfahrung Patienten mit einem Rest-Less-Legs-Syndrom zu einer Eisentherapie raten, wenn ihr Ferritinwert unter 50 µg/l liegt.1)