Eisen und Ernährung

Senioren, Mutter & Kind

Eisen für ältere Menschen, Mutter & Kind

Ältere Menschen haben in der Regel nicht mehr so viel Appetit. Sie essen weniger und ernähren sich oft auch sehr einseitig. Dazu kommt, dass ihnen der Genuss von eisenreichen Fleischmahlzeiten verleidet werden kann, wenn das Gebiss schlecht sitzt. Sie bevorzugen dann häufig weiche Lebensmittel, die weniger gekaut werden müssen und leichter geschluckt werden können. Um einem Eisenmangel vorzubeugen, müssen Senioren deshalb verstärkt auf die Qualität ihrer ausgewählten Lebensmittel und Speisen achten.

 
Hier finden Sie einen beispielhaften Tagesplan
für eine ausgewogene, eisenreiche Ernährung.

Auch die im Alter häufig auftretenden Störungen und Trägheit im Magen-Darm-Trakt behindern die Eisenaufnahme. Im fortgeschrittenen Alter wird der Körper deshalb häufig nicht mehr ausreichend mit dem Spurenelement versorgt und es entsteht ein Eisenmangel. In vielen Fällen ist die Diagnose eines Eisenmangels bei älteren Menschen aber schwierig, weil sie häufig auch unter chronischen Krankheiten leiden und das Blutbild keine eindeutigen Rückschlüsse zulässt. Um einem Eisenmangel vorzubeugen, müssen Senioren deshalb verstärkt auf die Qualität ihrer ausgewählten Lebensmittel und Speisen achten.

Eisen für Mutter und Kind

Der Eisenbedarf steigt während der Schwangerschaft um 100% an. Nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollten schwangere Frauen täglich 30 mg Eisen über die Nahrung aufnehmen. Werdende Mütter sollten deshalb dreimal in der Woche mageres Fleisch (besonders Rindfleisch) und Wurst essen. Frauen, die sich vegetarisch ernähren, müssen auf eine sehr ausgewogene Ernährung mit eisenreichem Gemüse und Getreide achten. Weil Vitamin C die Eisenaufnahme erhöht, sollten sie gleichzeitig Vitamin-C-reiches Obst und Gemüse essen oder Fruchtsäfte trinken.

Säuglinge legen während der Schwangerschaft einen eigenen Eisenvorrat im Körper an, der ab der Geburt für ungefähr vier Monate ausreicht. Auch über die Muttermilch wird das Baby mit diesem Nährstoff versorgt. Es kann bis zu 50% des darin enthaltenen Eisens tatsächlich verwerten und hat damit eine wesentlich höhere Aufnahmerate als Erwachsene. Ab dem fünften Monat sollte eisenreiche Babynahrung zugefüttert werden. Grünes Gemüse, mit roten Obstsäften angereicherte Breikost und kleine, zarte Fleischportionen sind gute Eisenlieferanten für Babys. Auch Säuglinge können unter einem Eisenmangel leiden, wobei er durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen meist schnell entdeckt wird.

Stillende Mütter müssen nach der Geburt ihre Eisenvorräte wieder auffüllen. Hierfür eignen sich Fleischgerichte und eisenreiche Gemüsesorten, wie z.B. Grünkohl.

Deutsche Gesellschaft für Ernährung; DACH: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. 1. Auflage 2001, Umschau Braus Verlag.
Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Das Ungeborene isst mit - Tipps für Schwangere. 1999; online: www.dge.de
Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Schwangerschaft und Stillzeit - Empfehlungen für die Ernährung von Mutter und Kind. 2002, AID Infodienst, Bonn.
Kaiser LL, Allen L; American Dietetic Association: Position of the American Dietetic
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Experten-Interview
Fragen & Antworten zum Thema "Eisenmangel"
mit Prof. Roland Schaefer
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Die Checkliste erklärt die wichtigen Laborparameter der Eisendiagnostik.
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