Bei Kinderwunsch an Eisenversorgung denken

Frau küsst Baby auf die Wange

Kinderwunsch: Optimale Vorbereitung auf eine Schwangerschaft

Frauenärzte raten Frauen mit Kinderwunsch, mindestens 2 bis 3 Monate vor einer geplanten Schwangerschaft verschiedene Mikronährstoffe, wie Eisen, Jod, Zink, Folsäure und B-Vitamine verstärkt zuzuführen und auf Alkohol und Nikotin völlig zu verzichten.
Zur Vorbereitung auf eine Schwangerschaft ist es wichtig, gut gefüllte Eisenspeicher zu haben, denn bereits ein versteckter Eisenmangel kann die Erfüllung des Kinderwunsches erschweren. Auch Schwangere profitieren von gut gefüllten Eisenreserven, denn der durchschnittliche Eisenbedarf im Laufe der Schwangerschaft ist ca. doppelt so hoch wie bei einer Nicht-Schwangeren.

Schwangere benötigen mehr Eisen

So lange Frauen ihre Periode haben, benötigen sie je nach Stärke ihrer Monatsblutung für einen ausgeglichenen Eisenhaushalt etwa ein bis zwei Milligramm Eisen täglich. Bei einer Schwangerschaft ist der Eisenbedarf höher und steigt zum Ende der Schwangerschaft sogar auf über sieben Milligramm pro Tag an. Der Grund: Fötus, Plazenta und die Nabelschnur benötigen Eisen für den Aufbau ihrer Strukturen. Dazu erhöht sich die Blutmenge der Schwangeren, um den Anforderungen des sich entwickelnden Fötus gerecht zu werden.

Bei einem Eisenmangel reagiert die Schwangere mit Müdigkeit, Schlappheit oder Lustlosigkeit. Wird der Mangel nicht behoben kann es zu einer Anämie (Blutarmut) kommen. Bei zunehmender Anämie, steigt die Infektanfälligkeit der Schwangeren und es kann zu einem Sauerstoffmangel kommen. Dies wiederum kann das Risiko für Frühgeburten erhöhen. Direkte Folgen einer ausgeprägten Anämie für das Kind können ein vermindertes Wachstum sowie Schädigungen einzelner Organe sein. Durch die Nahrung allein kann der Eisenbedarf oft nicht gedeckt werden, zumal nur etwa 10% des Eisens aus der Nahrung verwertet werden können. Man kann Eisen aber auch auf anderem Wege gut zuführen, ohne das Kind zu gefährden.

Genügend Eisen allein durch Nahrung aufzunehmen ist schwierig

Der Organismus passt die Eisenaufnahme aus der Nahrung dem Eisenbedarf des Körpers an. Verringern sich die Eisenspeicher, so wird mehr Eisen aus der Nahrung in den Körper aufgenommen. Häufig ist die dem Körper angebotene Nahrung jedoch nicht genug eisenhaltig, um den kompletten Bedarf von täglich 10-15 mg Nahrungseisen bzw. sogar bis zu 30 mg während der Schwangerschaft zu decken. Vor allem Frauen, die wenig rotes Fleisch (z.B. Rindfleisch) essen, haben es sehr schwer, den Eisenbedarf nur über die Nahrung zu decken bzw. bei Kinderwunsch die Speicher komplett zu füllen. Nicht nur schwangere Vegetarierinnen sollten daher besonders auf eine ausreichende Eisenzufuhr achten, denn die Geburt bedeutet auch Blutverlust, wodurch Eisen verloren geht.

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Eisen ist auch nach der Geburt wichtig

Auch nach der Geburt spielt der Eisenhaushalt eine entscheidende Rolle. Die Mutter braucht jetzt Eisen, um für ihr Baby leistungsfähig zu sein. Eisenmangel kann zu Störungen des Milcheinschusses, des Gleichgewichtssinnes und des Kreislaufsystems führen. Es können auch seelische Stimmungsschwankungen auftreten, z.B. Wochenbettdepression

Bei Kinderwunsch an Eisen denken

Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten der Eisenzufuhr: Ihr Gynäkologe analysiert mit einem kleinen Blutbild und einer Ferritin-Bestimmung ihre Werte und verschreibt Eisentabletten oder verabreicht das Eisen als Infusion.

Beide Therapieformen haben ihre Vor- und Nachteile. Weitere Informationen erhalten Sie hier oder fragen Sie Ihren Gynäkologen danach.

Lassen Sie Ihre Eisenwerte beim Arzt testen, um zu erfahren, ob bei Ihnen ein Eisenmangel vorliegen könnte.

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