
Zweiwertiges oder dreiwertiges Eisen – was heißt das eigentlich?
Eisen ist in der Nahrung entweder in zwei- oder in dreiwertiger Form enthalten. Es kann aber nur als zweiwertiges Eisen über den Darm aufgenommen werden. Dreiwertiges Eisen muss also zuerst im Körper umgewandelt werden. Nur ungefähr 10% des Eisens, das wir mit der Nahrung aufnehmen, kann über den Darm in das Blut gelangen. Mehr kann er nicht verwerten und der Rest wird wieder ausgeschieden. Ist das Eisen schließlich ins Blut gelangt, wird es auf seinen Transporter Transferrin geladen. Transferrin bringt es dann im Körper an die Orte, wo es benötigt wird, nämlich
Animationsfilm:

Der Körper eines gesunden Menschen enthält durchschnittlich 3 bis 5 g Eisen. Pro Tag verlieren wir ungefähr 1 bis 2 mg1 durch abgestorbene Zellen aus dem Magen-Darm-Trakt und durch kleine Blutungen.
Frauen verlieren während der Monatsblutung (Menstruation) zusätzlich noch einmal bis zu 1,3 mg des Spurenelementes pro Tag.2
Dieser Verlust wird normalerweise über die Nahrung wieder ausgeglichen. Da aber nur 10 bis 30% der in den Lebensmitteln enthaltenen Eisenmenge vom Körper über den Darm aufgenommen werden kann, müssen Männer und Frauen täglich etwa 10 mg Eisen zu sich nehmen. Kinder, Jugendliche, Leistungssportler und Frauen im gebärfähigen Alter haben teilweise einen viel höheren Eisenbedarf.
Vor allem Frauen im gebärfähigen Alter sollten aufgrund von Menstruation, Schwangerschaft oder Stillzeit besonders auf eine ausreichende Eisenaufnahme achten.
Weil Eisen so kostbar ist, wird ein Teil des in den abgestorbenen roten Blutkörperchen (Erythrozyten) enthaltenen Eisens wiederverwertet. Ungefähr 120 Tage lebt ein Erythrozyt. Danach wird er von den Fresszellen vor allem in der Milz abgebaut. Dieses Eisenrecycling ist unbedingt notwendig, weil sonst pro Tag ca. 25 mg Eisen verloren gehen würden – viel mehr, als wir mit der Nahrung aufnehmen könnten.